Große Auszeichnung für ehemaligen MPI-Direktor Prof. Dr. Roger Goody

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Eine große Anerkennung seiner Forschungsarbeit erfuhr der ehemalige MPI-Direktor Prof. Dr. Roger Goody. Er wurde als Mitglied in die Royal Society, die renommierte britische Akademie der Wissenschaften, aufgenommen. Die Royal Society würdigt damit das außergewöhnliche wissenschaftliche Wirken des Biochemikers, der wichtige Beiträge zu einem besseren Verständnis von Krebs und viralen Erkrankungen, insbesondere AIDS geliefert hat. Seine Erkenntnisse bildeten die Grundlagen zur Entwicklung von therapeutischen Maßnahmen gegen diese Krankheiten.

29. Mai 2018

Als Gelehrtenvereinigung ist die Royal Society das Maß aller Dinge. Sie wurde bereits 1660 als Gesellschaft zur Verbesserung des Wissens um die Natur gegründet. Zu ihren Mitgliedern, die über 270 Nobelpreise in allen Disziplinen erhalten haben, zählen die wichtigsten Naturforscher der Welt, wie Sir Isaac Newton, Benjamin Franklin, Albert Einstein und Stephen Hawking. Entsprechend aufwendig und anspruchsvoll ist das Auswahl- und Aufnahmeverfahren der Gesellschaft.

Heute steht die Royal Society für die Förderung von wissenschaftlicher Exzellenz und internationaler Zusammenarbeit. Sie bietet eine Plattform für die Diskussion wichtiger gesellschaftlicher Themen sowie für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

„Ich freue mich sehr über diese Ehre. Ich habe das Glück gehabt, in sehr guten Instituten zu arbeiten und hervorragende Kollegen, Mitarbeiter und Studenten zu haben. Ich bedanke mich herzlich bei ihnen, bei meiner Familie, und bei allen anderen, die mich unterstützt und ermutigt haben“, so Roger Goody zu dieser Auszeichnung.

Der in Northampton geborene Brite studierte Chemie an der Universität Birmingham. Nach einem Forschungsaufenthalt in New York kam er zu Beginn der 70er Jahre als Wissenschaftler nach Deutschland und blieb dort, obwohl er mehrere Rufe an renommierte Universitäten in den USA hatte. „Deutschland ist eine sehr gute Adresse, um erfolgreich Forschung zu betreiben. Aufgrund der für mich immer guten Arbeitsbedingungen gab es eigentlich keinen Anlass, das Land zu verlassen“, blickt Roger Goody auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2013 war er Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI) in Dortmund und maßgeblich an dessen Entwicklung zu einer wissenschaftlichen Einrichtung von Weltformat beteiligt. 2005 bis 2010 war er zudem Lehrstuhlinhaber für Biochemie in der medizinischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum. Noch heute ist er aktiv und leitet eine Emeritusgruppe am MPI. Goody war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie und hat zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten, darunter den Max-Planck-Forschungspreis, die Max-Bergmann-Medaille sowie den Feldberg-Preis.


Mehr über die Royal Society: https://royalsociety.org/

 
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