Blick durch ein Mikroskop

MPI bringt Wissenschaft ins Klassenzimmer

Innovatives Schulprojekt integriert Wissenschaft praxisorientiert in den Schulalltag

24. April 2026

Im Rahmen einer neuen Kooperation mit dem Phoenix-Gymnasium in Dortmund haben MPI-Forschende einen praxisorientierten Mikroskopie-Workshop für Lehrkräfte und SchülerInnen durchgeführt. Mit 20 vom MPI aufbereiteten Schulmikroskopen wurden die Teilnehmenden sowohl theoretisch als auch praktisch in die Welt der Mikroskopie eingeführt.

„Am MPI untersuchen wir, wie gesunde Prozesse in unserem Körper krankhaft entgleisen können. Dafür nutzen wir hochmoderne Elektronen‑ und Fluoreszenzmikroskope. Diese Geräte können wir natürlich nicht mit in die Schule nehmen, aber mit einfachen Schulmikroskopen lassen sich bereits beeindruckende Phänomene beobachten – zum Beispiel, wie ein gesundes Lebergewebe durch übermäßigen Zuckerkonsum verfettet.“ sagt Johann Jarzombek, Koordinator des Schulprojekts und Pressesprecher am MPI.

Die Biologielehrerin Christina Sommerhoff hat die Kooperation mit dem MPI gestartet und eng mit dem MPI-Team zusammengearbeitet. „Den Praxisbezug in den Schulalltag zu integrieren, ist eine große Herausforderung. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass die Forschenden zu uns an die Schule gekommen sind. Das zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass das, was wir hier vermitteln, Gewicht hat und über die Schulzeit hinaus lebendig bleibt“, sagt Frau Sommerhoff.

Als Teil der Zusammenarbeit konnten einige SchülerInnen praktisch am MPI arbeiten und die dabei gewonnen Daten für Ihre Facharbeit nutzen. Gleichzeitig wurden Lehrkräfte vom MPI-Team in molekularbiologischen Methoden geschult sodass die SchülerInnen künftig selbst DNA vervielfältigen und sichtbar machen können.

„Die Forschung am MPI wird zum Großteil durch öffentliche Mittel finanziert. Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und Wissen weiter zu vermitteln. Das machen wir nicht nur durch unsere Grundlagenforschung, sondern vor allem indem wir junge Menschen für Wissenschaft begeistern“, meint Johann Jarzombek. Die neue Kooperation soll nicht nur das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen wecken, sondern auch unentschlossene Schülerinnen und Schüler für eine mögliche Laufbahn in Forschung und Technik begeistern.

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