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Dennis Quentin, Doktorand in der Abteilung Strukturbiochemie


Woran arbeitest du?

Meine Arbeit beschäftigt sich mit der strukturellen und biochemischen Charakterisierung von Membranproteinen. Diese Klasse von Proteinen besitzt eine extrem hohe medizinische Relevanz und stellt den Hauptangriffspunkt für den Großteil der auf dem Markt zugelassen Medikamente dar. Obwohl es sich um sehr anspruchsvolle und risikoreiche Projekte handelt, motiviert es mich an der „vordersten Front“ in diesem aktuellen und hoch-kompetitiven Forschungsfeld zu arbeiten.


Warum bist du Wissenschaftler geworden?

Grundlagenforschung ist meiner Meinung nach von enormer Bedeutung: Nicht nur für uns Wissenschaftler, sondern auch für die Gesellschaft, da sie das Fundament für nachfolgende praxis-orientiertere Anwendungen legt. Daher bin ich sehr froh, dass ich durch die Erkenntnisse, die ich durch meine Arbeit gewinnen kann, einen entscheiden Beitrag dazu beisteuern kann. Unsere Proteinstrukturen dienen dabei als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuartiger Medikamente.


Wie gefällt es Dir am Institut?

Ich fühle mich in dem offenen und internationalen Umfeld unseres Institutes sehr wohl. Neben den hoch-modernen zentralen Einrichtungen und der exzellenten instrumentellen Ausstattung, macht es auch besonders Spaß mit Kollegen, die einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund haben, zu interagieren und Probleme zu diskutieren. Zudem gefällt mir der multidisziplinäre Ansatz, d.h. Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie Biologie, Chemie, aber auch Physik, kommen zusammen. Dadurch lernt man ein Problem durch einen völlig neuen Blickwinkel zu betrachten und über seinen eigenen fachgebundenen „Tellerrand“ hinaus zu schauen.


Was treibt Dich an?

In unbekanntes Terrain vorzustoßen und das was wir dort vorfinden zu verstehen. Wenn wir mit unseren Elektronenmikroskopen eine Probe zum ersten Mal analysieren, mache ich mir immer wieder bewusst, dass ich wohl die allererste Person bin, die dieses Protein je wahrhaftig gesehen hat. Die finalen Strukturen dann in den biologischen Kontext zu setzen und die fehlenden Puzzelteile zusammenzufügen ist aber mindestens genauso spannend.


 
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