Charles Loh erhält Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung

Charles Loh erhält Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung

Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert Dr. Charles Loh mit 900.000 Euro für die Entwicklung innovativer, wirkstoffartiger Zuckermoleküle

1. Juli 2021

Die Boehringer Ingelheim Stiftung hat Dr. Chuanjie Loh (Charles), Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund (MPI), für eine Förderung im Rahmen ihres „Plus 3“ Perspektiven-Programms ausgewählt. Er wird für einen Zeitraum von maximal 3 Jahren mit 900.000 Euro gefördert. Ziel der Förderung ist es, herausragende Nachwuchsgruppenleiter während ihrer ersten befristeten Stelle zu unterstützen und so einen reibungslosen Übergang zur Professur zu ermöglichen.

Die Forschungsgruppe um Charles Loh entwickelt neue von der Natur inspirierte nicht-kovalente Katalysekonzepte zur Entwicklung innovativer Glycosylierungsreaktionen – Eine der wichtigsten Reaktionen zur Verknüpfung zweier Monosaccharid-Bausteine. Um lang bestehende Stereoselektivitätsprobleme bei solchen Reaktionen zu lösen, sollen bisher kaum erforschte Wechselwirkungen wie Halogenbrücken (XB) und π-Interaktionen genutzt werden. Dabei sollen die starke Expertise auf den Gebieten der organischen Synthese, der Katalyse und der supramolekularen Chemie kombiniert werden, um bahnbrechende Forschungsansätze für die Zuckerchemie zu entwickeln. Diese Studien haben das Potential, die mit der Zuckerchemie verknüpfte Forschung stark zu beeinflussen und zu einem Erkenntnisgewinn in der Katalyseforschung und der biomimetischen Chemie beizutragen.

Chuanjie Loh ist seit 2016 als unabhängiger Gruppenleiter am MPI tätig. Die „Plus 3“-Förderung soll ihm Zeit, Freiraum und Flexibilität geben, um sein wissenschaftliches Potenzial zu entfalten und sein Forschungsprogramm voranzutreiben und weiterzuentwickeln. Sie schafft damit die besten Voraussetzungen für eine langfristige Perspektive in einem optimalen Forschungsumfeld. Rund 80 % der erfolgreichen „Plus 3"-BewerberInnen zwischen 2010 und 2017 haben eine Professur erhalten, mehr als 40 % von ihnen kamen aus dem Ausland.

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