VolkswagenStiftung fördert Dortmunder Corona Forschung

VolkswagenStiftung fördert Dortmunder Corona Forschung

Dr. Peng Wu erhält Forschungsgelder in Höhe von ca. 120.000 Euro für die Entwicklung von innovativen Anti-Corona Therapeutika

10. Februar 2021

Im Zuge der Initiative „Corona Crisis and Beyond“ fördert die VolkswagenStiftung die Corona-Forschungsarbeit von Dr. Peng Wu, Gruppenleiter am Chemical Genomics Centre der Max-Planck-Gesellschaft in Dortmund. Sein Projekt wird als eines von nur 18 naturwissenschaftlichen Projekten aus über 1.100 Bewerbungen gefördert. Ziel der Corona-Forschung am CGC ist die Entwicklung neuartiger Wirkstoffe, die körpereigene Abwehrkräfte zur Bekämpfung des Coronavirus aktivieren sollen.

Das neuartige Coronavirus hat die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen gestellt. Große Hoffnung liegt neben der Entwicklung von Impfstoffen auch in neuen antiviralen Therapien. Trotz intensiver Bemühungen der pharmazeutischen Industrie ist neben Remdesivir  bisher noch kein wirksames Mittel zur Behandlung von Covid-19 entwickelt worden. Remdesivir bekämpt das Virus, indem es die Repliaktion des Virus in der Zelle stört . Andere Therapeutika, die sich noch in der Erprobung befinden, verhinder die Bindung des Virus an die Zelle und damit den Eintritt von Viruspartikeln.

Starthilfe für das Immunsystem

Peng Wu hat nun einen neuen Ansatzpunkt zur Entwicklung einer innovativen antiviralen Therapie gefunden. Mit der gezielten Aktivierung eines zellulären Abwehrmechanismus soll die körpereigene Immunantwort gestärkt werden, um so die Vermehrung der Viren im Körper zu stoppen. Ein Virus verbreitet sich, indem es seine RNA, der Träger der Erbinformation, in die Zellen einschleust und dort vervielfältigen lässt. Mit dieser Information werden neue Viren gebildet und freigesetzt. Der Körper kann sich jedoch gegen diese Invasion wehren: Als Teil der Immunantwort erkennen spezielle Enzyme die körperfremde RNA und zerstören diese. Im Falle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ist das Immunsystem jedoch stark geschwächt und die Virusabwehr nur bedingt funktionsfähig.

Mit Hilfe der bewilligten Forschungsgelder wollen die Wissenschaftler um Peng Wu Wirkstoffe identifizieren, die den antiviralen Abwehrmechanismus aktivieren und so die Immunabwehr wieder in Gang setzen. „Die Entwicklung von Wirkstoffen, die das Immunsystem aktivieren und unterstützen können, wird uns nicht nur dabei helfen, die Pathologie des Coronavirus besser zu verstehen, sondern auch neue Einblicke in die Funktionsweise des Immunsystems zu gewinnen“, prognostiziert Peng Wu.

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