Lust auf Wissenschaft
"Wie das Gehirn unseren Stoffwechsel reguliert“ Dienstag, 18.11.25 um 18:00 Uhr
Jens Brüning, Direktor des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung, Direktor der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin, Uniklinik Köln
Die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen nimmt weltweit stetig zu. Dies macht sie anfälliger für damit verbundene Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten. Meist ist ein veränderter Stoffwechsel Auslöser dieser Krankheiten. Es ist daher von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie unser Gehirn den Stoffwechsel reguliert und so steuert, was und wie viel wir essen.
Genau diesen Zusammenhang erforscht Prof. Brüning. In den vergangenen 25 Jahren bildete seine wegweisende Forschung die Grundlage dafür, die Schlüsselfunktion des Gehirns bei der Stoffwechselregulation zu identifizieren und seine Kontrolle von Blutzucker, Appetit und Körpergewicht aufzudecken. Damit ermöglicht seine Arbeit die Entwicklung neuer Präventions- und Therapieansätze bei Stoffwechselkrankheiten.
Jens Brüning ist ein gefragter Experte für Themen wie Übergewicht, Diabetes und die Abnehmspritze und wird häufig im Fernsehen sowie in Zeitungen interviewt. Er gehört weltweit zu den führenden WissenschaftlerInnen in den Bereichen Endokrinologie und Stoffwechselforschung. Als Direktor des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung und Professor an der Universität zu Köln hat er maßgeblich dazu beigetragen, die molekularen Grundlagen von Adipositas, Diabetes und des Alterns besser zu verstehen. Brüning ist seit 2017 Mitglied der Leopoldina und wurde für seine Forschung vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den Minkowski-Preis der European Association for the Study of Diabetes, den Outstanding Scientific Achievement Award der American Diabetes Association sowie den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.
"Das Internet der Tiere“ Dienstag, 06.11.24 um 18:00 Uhr
Martin Wikelski, Direktor am MPI für Ornithologie
Die natürliche Intelligenz der Tiere, ihre Instinkte und ihr sechster Sinn bergen einen immensen Schatz an bisher für die Menschheit kaum nutzbaren Informationen. Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Lehrstuhlinhaber für Ornithologie an der Universität Konstanz ist davon überzeugt, dass wir von Tieren lernen und mit ihrer Hilfe Vorgänge auf der Erde besser analysieren und somit auch Naturereignisse früher erkennen können. Aus diesem Grund untersucht der renommierte Verhaltensforscher die globalen Wanderungen z.B. von Vögeln, Libellen und Bienen, Füchsen und Nashörnern sowie Meeresschildkörten und Walhaien - insgesamt folgt er mittlerweile über 1300 Tierarten.
Um einzelne Tiere zu beobachten, stattet er sie mit Mikropeilsendern aus, die neben der Position auch Bewegung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weitere Faktoren messen können. Auf dieser Grundlage etablierte Wikelski das globale Tierbeobachtungssystem ICARUS, dessen Daten weltweit über Satelliten aus dem Weltall ausgelesen und zum „Internet der Tiere“ zusammengeschaltet werden. Tiere werden so zu Sensoren der Erdbeobachtung und erzeugen ein einzigartiges Messsystem für Vorgänge auf der Erde. In seinem Vortrag wird er am Mittwoch, 06.11.2024, um 18 Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Instituts darüber berichten, wie die Beobachtung tierischen Verhaltens aus dem Weltall dabei helfen kann, Erkenntnisse über die Ausbreitung von Pandemien zu gewinnen, Klimaveränderungen zu prognostizieren oder Naturkatastrophen vorherzusagen.
Martin Wikelski, der bereits Gast in zahlreichen Fernsehsendungen war, ist für seine mitreißenden Präsentationen bekannt, die er mit spektakulären Videos und Fotos unterlegt. Ein Besuch der Veranstaltung dürfte sich also lohnen!
Die beliebte Vortragsreihe „Lust auf Wissenschaft“ richtet sich an alle, die sich aus erster Hand und in allgemein verständlicher Form über neue Entwicklungen in der Forschung informieren möchten.
"Unsere Energiesysteme der Zukunft“ Mittwoch, 13.12.23 um 18 Uhr
Ferdi Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
Unser Energiesystem wandelt sich grundlegend: Fossile Energieträger und Atomstrom verlieren an Bedeutung. Sie werden durch regenerative Energien wie Windkraft und Photovoltaik ersetzt. Was aber, wenn es dunkel ist und kein Wind weht? In vielen Bereichen ist die Frage nach der Energiespeicherung weiterhin offen. Ein viel diskutierter Hoffnungsträger ist der Wasserstoff: Er ist einfach zugänglich, bei seinem Einsatz entsteht kein schädliches CO2, und es gibt bereits eine Reihe von Technologien, um ihn zu nutzen. Es ist möglich, Wasserstoff direkt einzusetzen – in Gasheizungen, Brennstoffzellen oder in Gaskraftwerken. Er kann jedoch auch in andere, noch energiereiche Moleküle umgewandelt werden, so dass ein viel breiteres Anwendungsspektrum entsteht. Ein zukünftiges Energiesystem benötigt viele strukturelle und technologische Anpassungen, die wir jetzt planen und in die Wege leiten müssen. Die Chemische Grundlagenforschung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie trägt maßgeblich dazu bei, Lösungen dafür zu finden, wie unsere Autos in Zukunft betrieben werden, wo dann unser Strom herkommt und wie wir heizen werden.
Auf diese spannenden Fragen wird Prof. Dr. Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim, im Rahmen der beliebten Dortmunder Vortragsreihe „Lust auf Wissenschaft“ am Mittwoch, 13.12.2023 um 18:00 Uhr eingehen. Schüth zählt zu den weltweit erfolgreichsten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Katalyseforschung.
Veranstaltungsort ist das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Otto-Hahn-Straße 11, 44227 Dortmund. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Vortragsreihe „Lust auf Wissenschaft“ richtet sich an alle, die sich aus erster Hand und in allgemein verständlicher Form über neue Entwicklungen in der Forschung informieren möchten.
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